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It’s Texterchen, bitches!


Hey y’all! Der Cappellmeister hat mir quer über den Schreibtisch einen Gastbeitrag zum meinem Lieblingsthema BRITNEY, LA SPEARS geschenkt! Das nahm ich gerne an und darf Euch heute den ersten Teil meiner Albumrezension ans Herz legen. Nur Mut, es ist doch nur Britney! ;o)

The Incredible Lago?

Ein köstlicher Spiegel-Artikel schlug letzte Woche anlässlich der Albumveröffentlichung eine denkwürdige Brücke: Britney ist kein Popstar, sondern Reflexionsfläche des verängstigten Proletariats. Ich frage: Ist die inszenierte „Entselbstung“ ein Testimonial für das Elend der Popmusik?
Britney muss als Phänomen Thema sein, nicht als Person! Und wer gute Pop-Musik mag, der kommt an der Spears nicht vorbei! Wer mit Pop nichts anfangen kann, es für verwerflichen Kommerz hält, den Sound der Verblendeten, des imperialistischen Kapitals etc., der kommt an Britney leider auch nicht vorbei. You stand no chance, bitches! Sie ist überall und es gibt mitlerweile viel touchpoints: Radio, TV, handy, youtube, itunes etc! Während Madonna in kaballah-ischer Kryostasis versucht die ewig Junge zu mimen, und der von mir hochverehrte King of Pop zuweilen auch *NSYNC braucht um sich seinen Soda-Thron bestätigen zu lassen, hält derzeit einzig das Britchen die Popfahne hoch!
Also Freunde der gepflegten Rezension, geben wir der Miss aus Kentwood die props.

Was haben wir da vor uns? Britneys viertes Studio Album und ihr erstes nach all dem Karma-Drama. Vorweg die technischen Daten….

Soundcheck auf: Harman&Kardon Soundsticks II (für den vollen Klang), ipod Ohrstöpsel (zur Prüfung der Alltagstauglichkeit)
Source material: Silberscheibchen Quality, baby!
Vorbildung: Alle Alben, bitches! Sah Her Spearsness live! Und in Lousiana war ich auch! Now shut up and dance!

 

Track 1: Gimme more

Worum geht’s: Britney huldigt den Crowds, den Vibes und dem Mehr.
Beat: Eingängig hämmern sich die ersten Takte in die Ohrmuschel und wie ein immerwährendes Sound-Perpetuum Mobile schreitet der Beat konstant durch den ganzen Song. Schweine geil. Noch Schweine geiler bei voll aufgedrehten Subwoover!
Melodie: Derzeit sind ja monotone Arrangements im Pop Biz in. Dank Timbaland, der super Beats macht, aber wenig von Melodie versteht. „Gimme more“ liegt da voll im Trend. Monoton gehaltene Harmonien kulminieren in dem brainburnigen Refrain, das ganz Hirn schreit „Gimme more“. Mission completed würde ich sagen!
Vocals: Oft gehaucht, kehlig, schön anrüchig intoniert und pflichtschuldig die Stimmspuren mehrfach übereinander gelegt, damit die Vocals ne breite Fächerung kriegen. So muss Pop sein!
Best line: …Feel’s like the crowd is saying: Gimme more!
Letzte Worte: Ok, die VMA Performance war nicht nur „Entselbstung“ der Spears, sondern ließ uns alle einen tiefen hämischen Voyeurimus ausleben! Shame on her, shame on us! Der Song ist trotzdem gut!

 

Track 2: Piece of me

Worum geht’s: Brintey hinterfragt das öffentliche Interesse an ihrer Person.
Beat: Ketten klirren und raspeln ordentlich von Sekunde eins durch den Song. Abwechslung bringen aufgezogene Vibro-Sounds und zum Refrain setz dann ein schneller Stakkato-Beat ein. Ein bisschen Old School mischt da mit.
Melodie: Monoton (da ist es wieder!) schleift sich die etwas eng klingende Melodie von Refrain zu Refrain. Ab und an fahren 80er Videospiele Sounds effektvoll Loopings an der Ohrmuschel! Ein Klangerlebnis alle Mal.
Vocals: Britney ist stark verzerrt. Da hat man sie quasi auf dem Keyboard durchgenudelt (bitte nicht falsch verstehen!). Ist ok, finde aber, dass haben wir seit Cher zu oft gehört und gibt dem doch progressivem Sound des Songs einen Touch 90er.
Best line:
I’m Mrs. „Lifestyles Of The Rich & Famous“
I’m Mrs. „Oh My God, That Britney’s Shameless!“

Letzte Worte: Der Song ist quasi Britneys Kommentar zu meinem täglich Brot www.x17online.com!

 

Track 3: Radar

Worum geht’s: Britney offenbart uns, was ein Mann haben muss und das geile Schnitten selbst im Stealth-Modus ihr nicht entgehen können.
Beat: Holla! Welch einfacher Rhythmus in diesem Song! Schmiegt sich bequem ins Hirn! Der Song lebt zudem von den „Echlot-Soundeffekten“, die regelmäßig aufploppen…es geht ja auch um Brits Radar, alles klar!
Melodie: Die Spears ist moll-ig unterwegs und der Monotonität der ersten beiden Songs entflohen. Beim Hook singt’s sich gut mit! Der Song erinnert an „Toxic“, kann ihm aber nicht das Wasser reichen.
Vocals: Bis auf den Refrain „sprich-singt“ die Spears hier eigentlich mehr, als das sie singt. Tut dem Song aber gut, denn er ist temporeich. La Grande Dame muss ihr Mundwerk lockern, denn es gibt viel zu erzählen über Männer.
Best line:
Confidence is a must
Cockiness is a plus
Letzte Worte: Freunde, kein Wunder, dass Brit das Federschwein (also den Federline) auf dem Radar hatte. Leider nicht konsequent verfolgt, Signal verloren und jetzt wird die Absturzstelle gelöscht.

 

Track 4: Break the Ice

Worum geht’s: Ganz einfach! Britney will mich heißmachen und das mit unterkühlten Worten.
Beat: Solide klopft er durch! ;o)
Melodie: Während die Leadstimme der Timbaland’schen Enge verhaftet bleibt, geht besonders viel bei den Background-Vocals! Die machen bei dem Song am meisten Spaß. Lichtblick zudem: Endlich mal ne Bridge!
Vocals: Bemerkenswert ist, wie zu Anfang die Lyrics auf die Beats gesetzt sind und ungewöhnliche Betonungen erfahren. Der Gesang unterliegt dem bombastischen Dröhnen, das schon nach dem kurzen Intro den Song beherrscht. Immerhin, Brintey „hechelt“ uns wieder wie in „I am Slave for you“ an. Und so gut wie Britney hechelt ja mal keine!
Best line:
I’m a have to floss on you

Let’s get it blazin‘

Letzte Worte: Bei aller Liebe Brit, der „Slave“ hat mich heißer gemacht!

 

Track 5: Heaven on Earth

Worum geht’s: Glückseligkeit!
Beats: „Radio Gaga“ trifft auf ein bisschen Nine Inch Nails mit einem Touch von „Your Disco Needs You!“ – alles klar?
Melodie: Wunderbarerweise vorhanden und erinnert an „Sin, sin, sin“ von Robbie. Man hat das Gefühl stufenweise das Pop Nirvana zu erklimmen!
Vocals: Mantraartig werden erstmal die Vorzüge des Lustobjekts „besprochen“, dann heben wir mit einer beständigen Britney ab. Man achte auf das Spiel von Lead und Background Vocals, das sich ausgebufft zeigt. Man weiß gar nicht wo man hinhören soll!
Best line: Gibt es nicht. An Pop-Platitüden wie „Lay my head on your chest and drift away“ kann man wirklich nichts finden!
Letzte Worte: Der Song in einem Wort: Vielschichtig. Wenn auch platte lyrics!

 

Track 6: Get naked (I got a Plan)

Worum geht’s: Drei mal dürft ihr raten…
Beats: Woah! Die Beats haben ähnliche Qualität wie bei „Gimme more“. Da groovt alles mit und man muss sich schon zwingen sich ruhig zu halten.
Melodie: Wer mir den Haupt-Hook in diesem Song aufzeigen kann, gewinnt eine Nacht mit dem Cappellmeister! Will heißen, da toben viele gleichgewichtige „hookige“ Parts, die leider auf keinen echten Höhepunkt zulaufen. Dabei geht es um Sex! Brit, was haben wir verpasst?
Vocals: Stimmlich zieht Britney wieder alle sexy-hexy Register im „Duett“ mit dem kreativ Verantwortlichen Danja, dem auch „Gimme More“ entsprang. Dieser „kehlkopft“ hier und da ein „Uh“ und ein „Ah“ und sinkt stimmlich in hypnotische Untiefen. Zunächst befremdlich, dann eingängig, dann gut!
Best line:
Baby I’m a freak

And I don’t really give a damn

I’m crazy as a
Motherfucker

Put that on your man

So weit, so gut! Morgen geht’s weiter mit Track 7 – 12, y’all! Und was zum Teufel ist eigentlich „Lago“? Stay tuned!

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