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Krieg der Welten – Review


Erwartungsschwanger sind wir gestern Nacht in Krieg der Welten gegangen. Vorher kam natürlich mein derzeit liebster Trailer King Kong :) dran.
Die Geschichte ist kurz erzählt: Geschiedener Vater (Ray Ferrier gesp. von Tom Cruise) zweier Kinder hat diese übers Wochenende von seiner Exfrau bekommen, damit diese nach Boston zu deren Eltern fahren kann. Dunkle Wolken ziehen auf, Blitze schlagen immer wieder an der selben Stelle ein und reisen tiefe Löcher in den Asphalt. EMPs (Elektromagnetische Impulse) legen das ganze moderne Leben lahm. Keine Elektronik funktioniert mehr, sämtliche Magneten wurden umgepolt.
An dieser Stelle tritt der Kranführer Ray Ferrier in Aktion der die Zeichen zu deuten weis und mit seinen Kindern die Flucht ergreift. Die Tripoden greifen nämlich an.
Eigentlich schon seit einigen hunderten/tausenden/millionen Jahren in Lauerstellung unter der Erde wurden sie nun mit vielen kleinen Außerirdischen besetzt, die die Menschen ernten gehen. Ja, die Menschen sind nämlich nichts anderes als das, was Ungeziefer für uns ist.
Sie werden entweder mit Lasern weggepustet (wobei nur die Klamotten übrig bleiben) oder aber, sie werden gesammelt (die Menschen) um ihnen anschließend ihr Blut auszusaugen.
Der Film ist durch und durch düster und dunkel! Kein Film für schwache Nerven. Ich hab mir dabei zwar nicht in die Hosen gemacht und immer den nötigen Abstand zur Geschichte gewahrt, aber geklopft hat mein Herz trotzdem wie wild.
Steven Spielberg wird mehr und mehr zu einem noch abgespacterem Stanley Kubrick. Die Story nach H.G. Wells ist genial, seine Bilder sind gewaltig. Und das, was er nicht mit Worten sagt, das sagt er durch Kameraschwenks oder Zooms. Richtig bestialisch hält die Kamera drauf, als die Menschen niedergemetzelt werden oder aber nur noch Kleidungsstücke in der Nacht vom Himmel regneten. Auch werden die Hände von Tom Cruise lang und breit gezeigt wie er seine Tochter (Dakota Fanning) umarmt aber erst Sekunden vorher jemanden damit umbringen musste (Tim Robbins) um ihr Leben zu schützen.
Man kommt wirklich keine Sekunde zum Durchatmen und ist ständig angespannt. Am krassesten fand ich die Minuten die sich im Keller des Ermordeten abspielten. Vielleicht gehts euch ja ähnlich.
Ob man sich einen Kopf drum machen soll, warum eine sehr viel höher entwickelte Spezies als wir es sind mit nur 3 Beinen rumlaufen und nicht fliegen und vieles Andere sei dahingestellt. Um sowas gehts in dem Film gar nicht – schließlich ist es ein Remake, da geht sowas schon mal durch. Und dafür dass die eigentliche Story schon über 120 Jahre alt ist hat sie mich als Neuzeitmenschen dennoch sehr gepackt.
Ein paar Fragen hab ich dennoch: was hat ein vorbeifahrender brennender Zug an dramatischen Punkten? Und warum fällt ein niedergestreckter Tripode ausgerechnet auf eine Zomtec-Fabrik drauf? Gibts nach diesem Krieg keine Bifis mehr?
Eigentlich wars ja kein Krieg. Oder nennt ihr den Kampf zwischen Mensch und Made Krieg? (schönes Zitat).

5 von 5 Cappellmeister

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