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Review: Der goldene Kompass


Kurz und knackig – in Sebbis Worten: Eins.
Ein bisschen differenzierter: 7 von 10 Sternchen.
Auf Spiegel selbst ist der Film leider nicht so gut weggekommen.

Der goldene Kompass ist wirklich ein schöner Film, wenn man auf „Die Chroniken von Narnia„, „Harry Potter“ oder „Der Herr der Ringe“ steht. In einem Paralleluniversum ist die Seele der Menschen nicht in ihnen selbst sondern in einem Tier/Dämon manifestiert, dass, wie ein Haustier, immer neben ihnen läuft. Erwachsene Menschen haben große, ältere Tiere die von ihrer Gestalt das Wesen des Menschen wiederspiegeln. Kinder haben noch recht junge Tiere die noch nicht gereift sind und von daher häufig ihre Gestalt wechseln.


Als Hauptakteur in „Der goldene Kompass“ spielt das kleine Mädchen Lyra neben ihrem Onkel Lord Asriel (Daniel Craig – James Bond) ein Waisenkind dass als das letzte seiner Art gelten soll den goldene Kompass lesen zu können. Der Kompass ist eine Art Wahrheitsmesser – ihm kann man jede erdenkliche Frage stellen und bekommt prompt eine Antwort. Der Kompass steht im Zusammenhang mit „Staub“ einer Materie die die Grundlage sämtlicher Universen ist. Staub sorgt auch für die Verbindungen zwischen den Menschen und ihrem Dämon/Tier/Wesen. Über Staub darf jedoch nicht geredet werden – es ist nur einem kleinen Zirkel vorbehalten nach Staub zu forschen obwohl es mehr im Reich der Sagen angesiedelt ist. Lyras Onkel Asriel hat jedoch eine Verbindung aus Staub gefunden die sämtliche Welt und Universen verbinden könnte.

Nun wäre der Film bis dahin wenig spektakulär, wenn es nicht auch Gut gegen Böse geben würde. Marisa Coulter (Nicole Kidman) spielt in diesem Fall die dunkle Seite der Macht und versucht Lyra für sich zu gewinnen in dem sie sich ihrer annimmt. Mit Versprechungen versucht Coulter an den goldenen Kompass zu kommen – den Inbegriff zur Macht.

Was sich hier alles recht kompliziert liest ist im Film nicht anders. Viele Szene erschließen sich einem nur, wenn man wirklich gut aufpasst oder das Buch von Philip Pullman „His Dark Materials“ (siehe hierzu das Spiegel-Online-Interview) vorher gelesen hat. Ansonsten kann man sich von den schönen Bildern (Gyroskope als Energiequelle), den bizarren Wesen (sprechende Eisbären gepanzert mit Himmelseisen, Eva Green als Hexe – James Bond lässt wieder grüßen) oder der kruden Story mitreisen lassen. Fantasy-Epos eben.

Für mein Empfinden ist der Film jedoch nichts für Kinder unter 14 Jahren. Auch wenns diese Grenzen in Deutschland nicht gibt und das Altersthema hier etwas fehl am Platz sein dürfte so hat der Film schon einige brutale Stellen.

*Spoiler*
So spielt der Eisbärkönig mit einem toten Menschen da er sich zu sehr selbst einen Dämon wünscht. Im Kampf zwischen Prinz und König fliegt dann auch schon mal der Kiefer gen Publikum – nicht gerade lecker und für Kinder deshalb ungeeignet.
*Spoiler off*

Alles in allem jedoch ein wirklich schöner Film für die Vorweihnachtszeit mit Potential für die noch kommenden zwei Teile. Im Kampf gegen „Der Sternwanderer“ und „Mr. Magoriums Wunderladen“ dürfte es „Der goldene Kompass“ jedoch nicht ganz so leicht haben. Mein persönlicher Favorit ist jedoch „Der Sternwanderer“ – weil er am meisten zum Träumen einlädt.

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